Salzburger Landestheater
An der Stelle des heutigen Theaters stand bis 1775 ein von Fürsterzbischof Paris Lodron errichtetes Ballhaus. 1775 ließ Fürsterzbischof Hieronymus Graf von Colloredo das "Fürsterzbischöftliche Hoftheater" erbauen.
Der Name des Theaters änderte sich mit den Machtverhältnissen: 1803 „Kurfürstliches Theater“, 1808 „K.K. Nationaltheater“, 1810 unter bayerischer Herrschaft „Königliches National Theater“, 1816 wieder „K.K. Theater in Salzburg“. 1892 ging das Theater in den Besitz des Stadtmagistrats über und wurde wegen Baufälligkeit und veralteter technischer Ausstattung abgerissen. Bereits ein Jahr später, am 1. Okt. 1893, wurde der nach den Plänen der Architekten Hermann Helmer und Ferdinand Fellner im neubarocken Stil entstandene Theaterneubau als neues „Stadttheater“ unter Kaiser Franz Josef I. eröffnet.
Bei einer Renovierung 1939 für eine Million Reichsmark vom „Deutschen Reich“, der Stadt und dem Land Salzburg wurde viel Stuckatur und Gold entfernt und die Fassade neu gebaut. Die Wiedereröffnung fand am 7. August 1939 als Festspielproduktion mit Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ unter dem Dirigenten Karl Böhm und in Anwesenheit Hitlers statt. 1940 wurde das Stadttheater in "Landestheater" umbenannt. Wegen des Krieges und der Bombenangriffe wurde das Haus 1944 geschlossen, dann abermals renoviert. Nach dem Krieg benutzten die Amerikaner den heutigen Ballettsaal als Filmprüfstelle, im heutigen Logenfoyer entstand das erste ORF-Studio.
Die letzte grundlegende Renovierung des Landestheaters wurde im Sommer 2009 abgeschlossen. Seitdem erstrahlt auch die historische Laterne auf dem Kuppeldach im neuen Glanz und ist zudem das neue Logo des Landestheaters.
Quelle: Homepage Salzburger Landestheater